Das Patenkinderheim Centre des énfants handicapés de Gahanga (Zentrum für behinderte Kinder in Gahanga).
Die Patenschaft der Mosel-Fußballer
Das ist beispielhaft für die Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz mit Ruanda: Seit 2001 engagieren sich die Fußballer im Spielkreis Mosel für behinderte Kinder dort.
Für Alois Stroh, den ehemaligen Kreistrainer der Jugendfußballer im Spielkreis Mosel ist die Erinnerung noch so wach, als ob es gestern war. Am Samstag, 24. November 2001 begann mit dem Abflug um 22.40 Uhr vom Airport in Frankfurt nach Kigali, der Hauptstadt von Ruanda das Unternehmen seines Lebens. Heute weis er, was er damals nicht ahnte, es war nicht sein eigentlicher Auftrag, als Fußballtrainer für den Landessportbund Rheinland-Pfalz Sportlehrer in Sachen Taktik und Kondition auszubilden, was ihn so umkrempelte. Es war die erste Erkundungstour im Partnerland von Rheinland-Pfalz, vom dortigen Koordinationsbüros des Landes organisiert. Stroh: "Uns wurde neben dem wunderschönen Land mit seiner grünen Hügellandschaft auch das große Elend nach dem Massaker von 1995 gezeigt. Natalie Vanneste, mittlerweile Leiterin des Büros, zeigte mir dabei auch nur 40 Autominuten entfernt von meiner Arbeitsstätte, dem schönen Rasen im Olympiastadion von Kigali, eine Ansammlung, man konnte nicht Unterkunft sagen, für geistig und körperlich behinderte Kindern, die von christlichen Schwestern so gut es eben ging, betreut wurden.
Sein Entschluss damals war klar: "Hier muss ich helfen".
Alois Stroh fand beim Vorstandsmitglied der Fußballer im Spielkreis Mosel, Klaus Schmitz, offene Ohren. Mit dem Slogan "Fußball, vor allem bei der Jugend, ist mehr als ein 1:0" fanden beide mit einer offensiven Öffentlichkeitsarbeit viele Helfer weit über den Bereich des Fußballs hinaus. Schnell hatten die 30 Heimkinder (Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und 21 Jahren) einen Paten. Darüber hinaus wurden von Vereinen, Abteilungen, Vorständen und vielen Einzelpersonen bis heute rund 50 "Heimpatenschaften" begründet. Über 20.000 € kamen bei Sportveranstaltungen, Konzerten, Geburtstagsfeiern und vielen Einzelveranstaltungen zusammen. Heute ist das Heim ein Vorzeigeprojekt für eine gelungene Hilfe der Rheinland-Pfälzer in ihrem Partnerland.
"Die Ausstattung, ob baulich oder auch materiell, ist leider noch entfernt von der Bezeichnung 'behindertengerecht'. Die hygienische und medizinische Versorgung wurde verbessert. Es wurden Land, Kühe und Hühner gekauft und die Wasserversorgung verbessert. Durch die finanzielle Hilfe der Patenschaften und die Arbeit der Schwestern vor Ort ist die Ernährung gesichert. Auch kann durch die langfristig angelegten Patenschaften vor Ort in die Zukunft geplant werden." So lautet das aktuelle Urteil von Jens Engel. Der Montabaurer absolviert seit einigen Monaten nach seinem Studium sein Anerkennungsjahr im Centre des énfants handicapés de Gahanga (Zentrum für behinderte Kinder in Gahanga).
Nach seiner Meinung wichtig für die Zukunft des Heimes ist eine Verbesserung der Bausubstanz und vor allem die Sicherung und Verbesserung der therapeutischen und medizinischen Betreuung der Kinder. "Dafür sind natürlich die Heimpatenschaften das richtige Konzept".

die Kinder vor ihrem Heim

das Schlafen mit den Moskitonetzen
die Schlafsäle

ein Gruppenfoto mit den Betreuern

Die Kinder fühlen sich wohl Dank der großen Hilfe
